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Jana Kötter, 06/2015

Silent Sunday LX - 28/06/2015

Shanhaiguan - wo die Chinesische Mauer ins Meer endet, Juni 2015 |

Shanhaiguan - where the Great Wall ends in the sea, June 2015

Mittagspause in China: Nickerchen gefällig?

von Jana Kötter, 27. Juni 2015 | erschienen in der Ärzte Zeitung

Bei uns unvorstellbar: ein Nickerchen am Arbeitsplatz.

Die vergangenen drei Monate habe ich in China gelebt und gearbeitet - und dort auch den Arbeitsalltag in einer chinesischen Redaktion kennengelernt. In manchen Momenten konnte ich darüber nur staunen.

 

Dass Arbeitnehmer ihren Biorhythmus richtig nutzen, kann auch für einen Arbeitgeber von Interesse sein. Denn nur wenn der Körper fit und der Geist wach ist, laufen Angestellte zu Hochtouren auf.

Sich nach dem Mittagessen erst einmal zum Schläfchen auf den Schreibtisch zu legen, käme in deutschen Büros jedoch trotzdem nicht in Frage.

 

Hier in China ist das anders. Als ich das erste Mal in das Großraumbüro der chinesischen Redaktion, in der ich während meiner letzten Wochen im Reich der Mitte einen Einblick in die hiesige Medienarbeit gewinne, ankam, habe ich über die Kissen, die sich auf den kleinen Schriebtisch-Trennwänden stapeln, zunächst gelächelt.

Und dann nicht schlecht gestaunt, als nach unserem Mittagessen tatsächlich einige Kollegen zugegriffen, die Tastatur abgepolstert und sich mit dem Kopf auf den Schreibtisch gelegt haben. >>Weiterlesen

40 Jahre altes Fleisch beschlagnahmt

von Jana Kötter, 26. Juni 2015

 

Tonnenweise Gammelfleisch – das zum Teil aus den 1970er Jahren stammt: In China haben Zöllner bei einer landesweiten Razzia nun den nächsten Lebensmittelskandal aufgedeckt.

 

Lebensmittelsicherheit ist in China ein dringendes Thema. Immer wieder hat das Land in den vergangenen Jahren mit Skandalen auf sich aufmerksam gemacht – auch zuletzt ging es vor einigen Monaten um Gammelfleisch.

 

Doch der Fund, den chinesische Behörden nun gemacht haben, übertrifft die schlimmsten Ekel-Vorstellung vieler: Zöllner haben mehr als 100.000 Tonnen Gammelfleisch beschlagnahmt – und das soll chinesischen Medienberichten zufolge zum Teil mehr als 40 Jahre alt gewesen sein.

 

"Es hat gestunken und ich habe mich beinahe übergeben", soll ein Ermittler in der Provinz Hunan gesagt haben. >>Weiterlesen

Zehntausende Hunde für Festival geschlachtet

von Jana Kötter, 23. Juni 2015

 

Während der China-Blog im Urlaub war, haben sich an diesem Wochenende Szenen im südchinesischen Yulin abgespielt, die vielen Tierliebhabern Tränen in die Augen treiben: Zehntausende Hunde wurden dort beim alljährlichen Hundefleischfestival geschlachtet – trotz zahlreicher Proteste.

 

Es sind Szenen, die nicht kalt lassen können: Hunde werden in winzige Käfige gepresst, bei lebendigem Leib gekocht, gebraten, vergiftet oder zu Tode geprügelt, gehäutet, an Haken aufgehängt. Es sind Szenen, die sich auf dem Markt von Yulin abgespielt haben.

 

In der südchinesischen Stadt feiern zahlreiche Einheimische und Besucher Jahr für Jahr das sogenannte Hundefleisch-Festival, um damit die Sommersonnwende zu feiern. Einige Köche haben sich dafür sogar auf die Zubereitung von Hundefleisch spezialisiert und bieten fertige Mahlzeiten an.

 

Hundefleisch zu essen, bringe Glück, so der weitverbreitete Irrglaube – in der Region hat der Verzehr von Hundefleisch etwa 500 Jahre Tradition.  >>Weiterlesen

Silent Sunday LIX - 07/06/2015

Impressionen aus Qufu, Mai 2015 |

Impressions from Qufu, May 2015

MERS: China ist in Alarmbereitschaft

von Jana Kötter, 4. Juni 2015 - erschienen in der Ärzte Zeitung

Nicht nur wegen des Smogs, auch zum Schutz vor Krankheiten tragen viele einen Mundschutz.

Südkorea kämpft gegen die Aubreitung des Middle East Respiratory Sydrome (Mers) – was von China aufmerksam beobachtet wird. Hier hat man aus dem Sars-Ausbruch 2002 gelernt.

 

Die weiter steigende Zahl der Patienten mit der Atemwegserkrankung Mers in Südkorea sorgt auch in China für eine erhöhte Alarmbereitschaft.

 

Von Mittwoch auf Donnerstag kletterte die Zahl der bestätigten Fälle von 30 auf 35, wie das südkoreanische Gesundheitsministerium mitteilte. Mehr als 1600 Menschen sind unter Quarantäne gestellt, über 500 Schulen sind geschlossen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

 

In China weckt der Ausbruch der Atemwegserkrankung Erinnerungen an die Sars-Pandemie 2002. Damals breitete sich die Coronavirus-Erkrankung von Südchina ausgehend binnen weniger Wochen über nahezu alle Kontinente aus und forderte innerhalb eines halben Jahres fast 1000 Menschenleben. Experten warfen der chinesischen Regierung vor, dass sie die Erkrankung zu spät an die WHO meldete und Informationen bewusst zurückgehalten habe.

 

„Der Sars-Ausbruch war für China zweifellos ein traumatisches Ereignis. Es führte aber dazu, dass der Staat seine Anstrengungen zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten, beispielsweise durch die Einrichtung neuer Forschungsinstitute und neuer Forschungsprogramme, umgehend massiv verstärkte“, sagt Professor Hans-Dieter Klenk vom Institut für Virologie an der Philipps-Universität Marburg.  >>Weiterlesen

Yangtze: Schiff mit 450 Menschen gesunken

von Jana Kötter, 2. Juni 2015

 

Eine Schifffahrt auf dem Yangtze ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Nun hat eine Tour ein trauriges Ende genommen: Die "Dongfangzhixing" ist mit mehr als 450 Menschen an Bord gesunken.

 

Nur zwei Minuten hatte es gedauert, bis das Ausflugsschiff mit seinen Touristen an Bord gesunken war. Schuld soll bisherigen Ermittlungen zufolge ein Zyklon gewesen sein.

 

Das Schiff war auf dem Yangtze in der chinesischen Provinz Hubei unterwegs, als das Unglück passierte. Gegen 21.30 Uhr Ortszeit sank die "Dongfangzhixing" nach Angaben der Behörden. An Bord waren 406 chinesische Passagiere, fünf Mitarbeiter einer Reiseagentur und 47 Besatzungsmitglieder.

 

Die Bergungsarbeiten gehen nur langsam voran, in den Stunden nach dem Unglück sind bisher nur zwölf Menschen lebend aus den Fluten gerettet worden, unter ihnen der Kapitän und der erste Maschinist. >>Weiterlesen

Silent Sunday LVIII - 31/05/2015

Tempel der Weißen Wolken (Baiyun Guan), Peking, Mai 2015 |

White Cloud Temple (Baiyun Guan), Beijing, May 2015

China macht Schluss mit dem Rauchen

von Jana Kötter, 30. Mai 2015

 

Lange galt China als das „letzte Paradies für Raucher“. Das Bewusstsein, dass Rauchen immense Gesundheitsgefahren mit sich bringt, setzt sich nur langsam durch. Nun will die Regierung Druck machen.  

 

Unmittelbar vor dem Schild, das Rauchen im Zugabteil verbietet, zündet sich der Reisende eine Zigarette an. Der Schaffner kommt, schaut ihn an – und geht kommentarlos weiter. Denn obwohl das Rauchen in öffentlichen Räumen, Schulen und Zügen in der Hauptstadt Chinas bereits verboten ist, hält sich bisher kaum ein Raucher an das Gesetz.

 

Morgen ist Weltnichtrauchertag. Und kaum irgendwo ist das Thema brisanter als hierzulande, wo 320 Millionen Chinesen über 15 Jahren rauchen. Damit kommt fast jeder Dritte der weltweit insgesamt 1,1 Milliarden Raucher aus der Volksrepublik. Laut dem chinesischen Gesundheitsministerium müssen weitere 740 Millionen Personen in den Familien oder am Arbeitsplatz unfreiwillig mitrauchen.

 

Damit soll nun Schluss sein: Staatspräsident Xi Jinping, selber Ex-Raucher, will seiner bereits seit vergangenem Jahr laufenden Anti-Rauch-Kampagne zum 1. Juni nun die strengsten Anti-Rauch-Maßnahmen der Geschichte des Landes folgen lassen. >>Weiterlesen

Silent Sunday LVII - 17/05/2015

Große Mauer bei Huanyaguang, Tianjin, Mai 2015 |

Great Wall at Huanyaguang, Tianjin, May 2015

Chinas Gesundheitsmarkt weiter am Wachsen

von Jana Kötter, 14. Mai 2015

 

China ist weltweit einer der am stärksten wachsenden Gesundheitsmärkte. Auch für internationale Unternehmen bietet das Reich der Mitte damit große Chancen.

 

Das futuristisch anmutende, leuchtend blaue Latex-Stirnband soll Fieber-Patienten helfen. Über eine Fernbedienung lässt sich die Temperatur des Kühlapparats einstellen, der im akuten Fall die Temperatur des Patienten senken soll. „Unsere Tests haben bewiesen, dass es wirklich hilft“, betont der Verkäufer am Messestand.

 

Neben Fitnessgeräten, Schönheitsprodukten und vermeintlichen Heil-Edelsteinen war der Kühlapparat nur eines der vermeintlich „innovativen Medizinprodukte“, die jüngst auf der Pekinger Messe für den privaten und professionellen Gesundheitsmarkt vorgestellt wurden. Sie alle haben gezeigt: So unterschiedlich das Verständnis von Gesundheit in den Kulturen auch sein mag, so groß ist das Interesse, auf das die Ausstellung gestoßen ist.

 

Auch internationale Besucher und Standbetreiber haben sich auf dem Pekinger Expo-Gelände antreffen lassen. Der chinesische Gesundheitsmarkt ist für sie ein wichtiges Thema, denn er entwickelt sich seit Jahren äußerst dynamisch: Bis 2020 soll der Gesundheitssektor im Reich der Mitte laut einer McKinsey-Studie ein Volumen von nahezu 900 Milliarden Euro erreichen.

 

Bereits heute ist China der drittgrößte Markt für Medikamente und Medizinprodukte – Tendenz steigend.  >>Weiterlesen

China und Russland rücken zusammen

von Jana Kötter, 12. Mai 2015

 

Moskau und Peking wollen ihre strategische Partnerschaft vertiefen. Nicht nur der Besuch von Chinas Staatspräsident Xi Jinping in Russland verdeutlichte das – auch die heute begonnene Militärübung im Mittelmeer ist ein deutliches Zeichen.

 

Chinas Staatspräsident Xi Jinping hatte am Wochenende ein vollgepacktes Programm: Als prominentester Gast in Russland hat er an der Militärparade zum 70. Jahrestag zum Ende des Zweiten Weltkrieges teilgenommen, mit Russlands Staatschef Wladimir Putin gesprochen – und dabei vermutlich auch die neue strategische Partnerschaft zum Thema gemacht.

 

Erstmals halten Russland und China gemeinsam ein Militärmanöver auf dem Mittelmeer ab, insgesamt zehn Kriegsschiffe der beiden Länder nehmen dort an einer heute gestarteten zehntägigen Übung teil. Auch Schießübungen mit scharfer Munition würden stattfinden, hieß es vom chinesischen Verteidigungsministerium.

 

Und auch auf Rüstungsebene kommt man sich näher: Als erstem ausländischen Staat wurde China gestattet, S-400-Raketen zu kaufen, Russlands modernstes Luftabwehrsystem. Moskau will zusammen mit Peking einen neuen Militärhubschrauber entwickeln; man denkt auch über eine gemeinsame Mond-Basis nach.

 

Mit der neu belebten Partnerschaft wollen die Länder den Einfluss der USA zurückdrängen. >>Weiterlesen

Silent Sunday LVI - 10/05/2015

Best of Chinglish I

Drogenschmuggler zu Tode verurteilt

von Jana Kötter, 7. Mai 2015

 

Die Geschichte eines vergangene Woche hingerichteten Drogenschmugglers in Indonesien soll Jugendliche vom Kontakt mit Drogen abschrecken. Sie gibt auch der Debatte um die Todesstrafe in China neuen Aufschwung.

 

"Ich bin das Paradebeispiel für ein verschwendetes Leben", bekannte Andrew Chan, Sohn chinesischer Einwanderer, kurz vor seinem Tod. 2006 hatte ein indonesisches Gericht das Todesurteil gegen den Drogenschmuggler ausgesprochen, das vergangene Woche vollstreckt wurde.

 

Sieben weitere Menschen wurden am Mittwoch zusammen mit dem 31-Jährigen hingerichtet. Sie alle waren wegen Drogenhandels verurteilt worden. Trotz der internationalen Proteste hielt Indonesiens Präsident Joko Widodo an den Hinrichtungen fest, die seiner Darstellung nach notwendig sind, um einen nationalen Notstand wegen des steigenden Drogenkonsums zu bekämpfen.

 

Mit dieser Meinung steht Indonesien nicht allein dar: Auch in  China können Drogenschmuggler zum Tode verurteilt werden. Der Handel mit Drogen ist hier einer von mehr als 50 Straftatbeständen, die mit dem Tod geahndet werden können. >>Weiterlesen

Aktionstag rückt Händehygiene in den Fokus

von Jana Kötter, 5. Mai 2015

An einer Schule in Shenzhen lernen die Kinder, wie wichtig das Händewaschen ist. Foto: SCA

Heute, am 5. Mai, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Welt-Händehygienetag ausgerufen – auf der gesamten Welt soll so auf die Bedeutung des Händewaschens hingewiesen werden.

 

In Deutschland werden jährlich bis zu 500.000 Krankenhausinfektionen festgestellt. Mehr als ein Drittel dieser Infektionen gilt als vermeidbar – ein Großteil allein durch eine konsequente Desinfektion der Hände.

 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie zahlreiche Gesundheitsorganisationen werben anlässlich des Welt-Händehygienetages deshalb für verbesserte Hygienestandards in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie ambulanten und sozialen Einrichtungen. Ein Thema, das nicht nur in Deutschland von großer Brisanz ist.

 

Im Gegenteil, in China müsste die Diskussion noch viel weiter gehen: Denn hier mangelt es auch im Alltag oft an Gelegenheiten zur Händehygiene. Öffentliche Toiletten etwa verfügen nur selten über intakte, befüllte Seifenspender. Für Besucher ist es deshalb ratsam, immer ein Fläschchen Desinfektionsmittel in der Handtasche zu haben. >>Weiterlesen

200 Chinesinnen illegal in Bordellen beschäftigt

von Jana Kötter, 5. Mai 2015

 

Es ist ein starker Vorwurf, den die Staatsanwaltschaft gegen die 35-Jährige erhebt: Rund 200 Chinesinnen soll sie illegal in sieben Bordellen beschäftigt haben. Dafür wurde die Verdächtige nun festgenommen – nach einer Razzia mit mehr als 200 Beamten.

 

Aufregung in Hessen: In einem Großeinsatz hat die Polizei dort mehr als ein Dutzend Bordelle, Wohnungen und Privathäuser durchsucht. Im Visier der Ermittler: eine 35-jährige Chinesin. Gegen sie und ihren Helfer, ein 32-jähriger Chinese, wurde am Dienstagmorgen Haftbefehl wegen Fluchtgefahr erlassen. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt wirft den beiden  vor, rund 200 Chinesinnen illegal in sieben Bordellbetrieben beschäftigt zu haben.

 

Die Frauen hätten teilweise keine Aufenthaltsberechtigung gehabt oder seien Scheinehen mit Komplizen der Hauptbeschuldigten eingegangen. Der Arbeitslohn der Frauen sei teilweise einbehalten und nach China transferiert worden. >>Weiterlesen

Smog: Studie belegt Risiken für Neugeborene

von Jana Kötter, 4. Mai 2015

 

Wird die Luft in Peking dick, so sind auf den Straßen von Minute zu Minute mehr Mundschutz-Träger zu sehen – und immer weniger Kleinkinder. Denn viele Eltern bleiben mit ihrem Nachwuchs daheim, wenn mal wieder Smog-Warnung ist. Damit könnten sie durchaus Recht haben, wie eine neue Studie zeigt.

 

Chinesische Frauen, die während der Olympischen Spiele 2008 und damit zu einer Zeit wesentlich geringerer Luftverschmutzung als üblich schwanger waren, haben nicht nur gesündere, sondern auch schwerere Babys zur Welt gebracht als Schwangere in den Jahren 2007 und 2009. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des medizinischen Zentrums der University of Rochester.

 

Das chinesisch-amerikanische Team um David Q. Rich hatte 83.672 Frauen aus vier Stadtbezirken Pekings untersucht, die während der Olympischen Sommerspiele im achten Monat schwanger waren. Ihre Neugeborenen waren duschschnittlich 23 Gramm schwerer als jene, die im Mutterleib durchgängig der sonst in Peking üblichen Luftverschmutzung ausgesetzt waren. >>Weiterlesen

Silent Sunday LV - 03/05/2015

Entlang der 3. Ringstraße / CCTV-Gebäude, Peking, April 2015 |

Along the 3rd ring road / CCTV building, Beijing, April 2015

China feiert den Tag der Arbeit

von Jana Kötter, 1. Mai 2015

Der Fahrkartenkauf vor Feiertagen kann schwierig sein - wie hier vor dem Neujahrsfest in Schanghai.

Einen schönen ersten Mai! Der Maifeiertag, auch Tag der Arbeit genannt, erinnert an die Arbeiterbewegung. Gefeiert wird er in Deutschland, Österreich, Belgien – aber auch China.

 

Anfang 1886 rief die nordamerikanische Arbeiterbewegung zur Durchsetzung des Achtstundentags zum Generalstreik am 1. Mai auf – in Anlehnung an die Massendemonstration am 1. Mai 1856 in Australien, welche ebenfalls den Achtstundentag forderte. An das Ereignis und die Erfolge der Arbeiterbewegung erinnert der Maifeiertag heute in vielen Staaten auf der gesamten Welt.

 

In Deutschland finden dazu traditionell Maikundgebungen statt, vielerorts kommt es zu Demonstrationen, die nicht selten in Ausschreitungen enden.

 

In China hingegen wird der Tag der Arbeit ruhiger begangen: Das Wichtigste ist heute, wie an den anderen nationalen Feiertagen, im Kreise der Familie zu sein. Denn gerade für Arbeiter, die ihre Familie in ihren Heimatprovinzen lassen und zum Arbeiten in die Großstadt gehen, ist dieses Wochenende eine der seltenen Gelegenheiten, ihre Lieben wiederzusehen. >>Weiterlesen

Duo hilft beim China-Geschäft

von Jana Kötter, 30. April 2015

 

Als Unternehmen in China Fuß zu fassen ist nicht einfach – vor allem, wenn kein Muttersprachler an Bord ist. Denn dann gesellen sich zur ersten Geschäftsverbindung ins Reich der Mitte nicht selten sprachliche und kulturelle Hürden.

 

Stephanie Meyer weiß, dass man sprachliche Barrieren in deutsch-chinesischen Geschäftsbeziehungen nicht einfach mit Google Übersetzungen aus dem Weg räumen kann. Sie hat einen Studienabschluss der Ostasienwissenschaften mit den Schwerpunkten China und Wirtschaftswissenschaften, hat schon längere Zeit in China gelebt und gearbeitet und ist regelmäßig geschäftlich vor Ort.

 

„Kulturelle Anpassungen sind bei Übersetzungen in den meisten Fällen notwendig“, erklärt sie. „Denn unsere Kulturkreise unterscheiden sich nicht nur in der Sprache, sondern auch in ihren Werten, Verhaltensmustern, Geschmäckern und Symbolen stark voneinander.“  

 

Gemeinsam mit ihrem Kollegen Paul Wesendonk gibt Meyer alias „Mei“ heute Tipps, wie genaue diese Unterschiede bedacht werden müssen. >>Weiterlesen

China investiert immer stärker in Deutschland

von Jana Kötter, 28. April 2015

 

Deutschland zieht zunehmend Unternehmer aus dem Ausland an. Vor allem chinesische Investoren haben Interesse am Standort, wie eine neue Studie zeigt.

 

Es liegt im Herzen Europas, verfügt über sichere Grenzen, eine stabile Wirtschaft und großes Potenzial: So sehen viele chinesische Investoren die Bundesrepublik. Das Interesse Chinas an Deutschland ist deshalb so groß wie nie zuvor.

 

Investoren aus der Volksrepublik verdrängten jene aus den USA auf Platz zwei, schreibt nun die Gesellschaft Germany Trade & Invest (GTAI), die für das Standortmarketing der Bundesrepublik zuständig ist.

 

Chinesische Firmen investierten vergangenes Jahr hierzulande in 190 Projekte, heißt es in der Mitteilung. Das ist ein Zuwachs um 37 Prozent gegenüber 2013. >>Weiterlesen

Silent Sunday LIV - 26/04/2015

Eindrücke aus Yantai, April 2015 |

Impressions from Yantai, April 2015

Luftqualität: Gros der Städte fällt durch

von Jana Kötter, 23. April 2015

 

Greenpeace hat neue Daten zur Luftqualität in China präsentiert. Das Ergebnis: Es gibt Grund zur Hoffnung – zur Entwarnung jedoch keinesfalls.

 

90 Prozent von rund 360 getesteten Städte sind in den ersten drei Monaten dieses Jahres in einem Test zur Luftqualität durchgefallen. Dies zeigt eine auf Daten der Regierung basierende Untersuchung von Greenpeace East Asia.

 

Am stärksten betroffen sind von der Verschmutzung die im Landesinneren liegenden Provinzen, so der Befund der Organisation. Auch die Küstenstädte im Osten und Südosten des Landes seien stärker betroffen als andere Regionen.

 

Obwohl die Verschmutzung noch immer gravierend ist, so bieten die Ergebnisse doch Anlass zur Hoffnung: Denn dank der strengeren Regeln zur Luftreinhaltung in China ist der Smog in einigen Städten deutlich zurückgegangen. >>Weiterlesen

"Auto Shanghai" startet

von Jana Kötter, 20. April 2015

 

Cars, Cars, Cars: In Schanghai dreht sich in dieser Woche alles um den fahrbaren Untersatz. Denn in der chinesischen Metropole eröffnet am Mittwoch offiziell die „Auto Shanghai“ – Medienvertreter berichten schon seit heute von der Messe.

 

Bereits seit Tagen ist die „Auto Shanghai“ in vielen Medien – zunächst jedoch nicht wegen den vierrädrigen, sondern eher den zweibeinigen Modellen, die bei der chinesischen Autoshow keinesfalls fehlen dürfen. Bisher zumindest. Denn mit den „Motorhauben-Mädchen“ soll auf der Messe, die am Mittwoch offiziell ihre Türen öffnet, Schluss sein: Chinas Sittenwächter haben leicht bekleidete Hostessen von der internationalen Automesse in Shanghai verbannt. Für eine „sauberer Atmosphäre“, wie die Veranstalter verkündeten. Damit war der Medienrummel garantiert.

 

Nun dürfen seit heute die ersten Medienvertreter aufs Messegelände. Und damit schwankt die Diskussion tatsächlich wieder zurück zum eigentlichen Inhalt: den neuesten Automodellen der internationalen Hersteller.

 

Mehr als 100.000 Besucher werden täglich bis zum 29. April auf der Ausstellung erwartet, die jährlich zwischen Peking und Shanghai wechselt. In der Branche ist die Messe auf dem größten Automarkt der Welt in China längst wichtiger als die traditionelle Autoshow in der amerikanischen "Motor City" Detroit. Nirgendwo sonst seien so viele Hersteller vertreten, verkünden die Organisatoren stolz. >>Weiterlesen

Silent Sunday LIII - 19/04/2015

Leben am Chaoyang Men, Peking, April 2015 |

Living at Chaoyang Men area, Beijing, April 2015

Eine Einführung in die TCM

von Jana Kötter, 18. April 2015

 

Immer mehr Menschen suchen bei Erkrankungen nach einer Alternative zur westlichen Schulmedizin – und werden dabei immer öfter bei der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) fündig. Doch was steckt eigentlich hinter Qi, Meridianen, Akupunktur und Co.?

 

Schon vor Jahrtausenden hat die traditionelle chinesische Medizin entdeckt, dass die menschliche Gesundheit gleichzusetzen ist mit dem harmonischen Fließen der Lebensenergie, dem sogenannten Qi 氣. Die Übersetzungen ins Deutsche variieren von Energie, Atem oder Fluidum bis hin zu Hauch, Äther, Temperamen oder Atmosphäre; denn das Konzept, dass eine unsichtbare Energie durch den Körper zirkuliert, ist der westlichen Schulmedizin fremd. In der Lehre der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) jedoch stellt das Qi die zentrale Größe dar.

 

Das Qi zirkuliert ununterbrochen auf den sogenannten Meridianen, Energie-Leitbahnen, die nach chinesischer Auffassung den gesamten Körper durchziehen. Stockt diese Zirkulation, so kommt es – vereinfacht ausgedrückt – zur Krankheit.

 

In Stocken gerät dieser Qi-Fluss, wenn der Körper nicht mehr im Gleichgewicht ist, wenn die Balance von Yin und Yang nicht mehr gewahrt ist.  >>Weiterlesen

Fotograf rückt "Airpocalypse" in den Fokus

von Jana Kötter, 15. April 2015

 

In Peking steht und fällt alles mit dem Wetter. In den vergangenen Tagen ist es frühlingshaft warm geworden – doch wenn sich der Smog über die Stadt legt, sind die Temperaturen kaum zu genießen.

 

Nicht nur in China ist der Smog lustigerweise ein Thema. „Paris ringt um Luft“ titelte die FAZ Ende März. Die französische Hauptstadt kämpfte da kurze Zeit gegen den Feinstaub: Vorübergehend durften sogar nur Autos mit ungeradem Nummernschild nach Paris. Für das europäische Umland klang das nach dramatischen Nachrichten – hier in China konnte man angesichts der gemessenen Werte jedoch nur müde lächeln (oder aufatmen, haha).

 

Denn während Paris bei Feinstaubkonzentrationen von maximal 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft röchelte, gelten diese Werte – obwohl die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dabei bereits bei Weitem überschritten ist – hierzulande als normal.

In Peking haben wir heute Abend einen Höchstwert von 648 gemessen – und damit sind alleine die sogenannten PM 2,5-Teilchen gemeint.  >>Weiterlesen

Silent Sunday LII - 12/04/2015

Ausblick vom Jing Shan, Peking, April 2015 |

View from Jing Shan, Beijing, April 2015

Peking stellt Kondomautomaten an Unis auf

von Jana Kötter, 11. April 2015

 

Mehr als 100 Studenten haben sich allein in Peking im vergangenen Jahr neu mit HIV infiziert. Um diese Zahl zu senken, will die Stadtregierung nun neue Vorgaben machen.

 

Im Kampf gegen HIV/Aids sollen alle Universitäten Pekings Kondomautomaten aufstellen sowie Präventionsunterricht für neue Studenten einführen. Die Ausbreitung der Krankheit an den Universitäten der Hauptstadt einzudämmen, sei eines der Hauptziele der aktuellen Präventionskampagne der Regierung, sagte Xie Hui, Präventionsbeauftragter der Pekinger Gesundheitsbehörde, jüngst.

Dazu sollen auch Teams von ehrenamtlichen Studenten ausgebildet werden, die in der Studierendenschaft für geschützten Geschlechtsverkehr werben.

 

„Universitäten hätten bereits Jahrzehnte zuvor Kondomautomaten aufstellen sollen“, zitiert China Global Times Zhang Beichuan von der Universitätsklinik Qingdao.

 

Tatsächlich wurden bereits vor Jahren erste Bestrebungen eines leichteren Zugangs zu Kondomen für Studenten unternommen – viele Automaten wegen mangelnder Wartung jedoch schnell wieder außer Betrieb genommen. >>Weiterlesen

China wird Daimlers wichtigster Markt

von Jana Kötter, 10. April 2015

 

China lässt das Herz europäischer und amerikanischer Autobauer schneller schlagen. Nun hat das Reich der Mitte die USA als größter Einzelmarkt für Daimler überholt – ein Bild, das sich auch auf Pekings Straßen zeigt.

 

Fünf Jahre ist mein letzter China-Besuch her. Die Frage, die ich nach meiner ersten Woche zurück in Peking wohl am meisten gehört habe: „Was hat sich denn alles verändert seither?“

 

Natürlich ist diese Frage viel zu komplex, um sie in nur einem Blogpost zu beantworten. Doch eine Veränderung auf Chinas Straßen ist so enorm, dass ich sie in jedem Fall sofort nennen würde: die Zunahme an Mittel- und Oberklassewagen. Glänzend poliert ziehen heute Autoschlangen ihre Bahnen durch die Stadt, wo vor fünf Jahren noch schrottreife Karren vor sich hintuckerten.

 

Vor allem deutsche und amerikanische Autobauer sind gefragt, und das belegen auch die Zahlen: So konnten Daimler, VW und BMW ihren Marktanteil 2014 bereits auf insgesamt 22,5 Prozent steigern.

 

Nun hat das Reich der Mitte die die USA als größter Einzelmarkt für Daimler überholt. >>Weiterlesen

Peking setzt auf US-Hilfe gegen Korruption

von Jana Kötter, 25. März 2015

Zusammenarbeit im Anti-Korruptions-Kampf: China hofft auf US-Hilfe. Grafik: Wikicommons

Peking sagt der Korruption weiterhin den Kampf an. Nun hat China die US-Behörden bei der Strafverfolgung um Hilfe gebeten. Noch gibt es kein Auslieferungsabkommen zwischen den beiden Ländern.


Die chinesischen Behörden haben den USA eine Fahndungsliste mit mutmaßlich korrupten Kadern übergeben. Sie sollen größtenteils in die USA geflohen sein, berichtet die staatliche Zeitung "China Daily". Peking habe Washington um Hilfe bei der Strafverfolgung gebeten, zitiert die Zeitung den Leiter der Antikorruptionsbehörde, Xu Jinhui.


Erst kürzlich betonte Premier Li Keqiang zum Auftakt des Nationalen Volkskongresses die Wichtigkeit des Anti-Korruptionskampfes. „Eine kleine Zahl von Regierungsmitarbeitern verhält sich unverantwortlich“, sagte er dort. „Es gibt schockierende Fälle von Korruption.“ Einige Amtsträger vernachlässigten ihre Pflichten.

 

Bei den nun in den USA Gesuchten handelt es sich laut Medienberichten um Regierungsvertreter und Direktoren staatlicher Firmen. >>Weiterlesen

Chinas Lebensmitte liegt bei 36 Jahren

von Jana Kötter, 23. März 2015

 

Chinas Lebensgesellschaft altert – und dieses Phänomen birgt nicht nur hierzulande Probleme, sondern wird auch die Volksrepublik in Zukunft vor Herausforderungen stellen. Ökonomen warnen vor einer Gesellschaft in der Zange zwischen Jung und Alt und damit verbunden einer Überlastung der sozialen Sicherungssysteme.

 

In China liegt die Lebensmitte laut den jüngst veröffentlichten World Population Prospects der UNO bei 36 Jahren; im Jahr 2000 waren es noch 29,6 Jahre.

 

Das ist zwar eine beachtliche Steigerung, hierzulande sieht die Lage jedoch noch gravierender aus: Westeuropa kommt insgesamt auf einen Wert von 43,7 Jahren. >>Weiterlesen

Silent Sunday LI - 22/03/2015

Longhua Tempel in Schanghai, Februar 2010 |

Longhua Temple in Shanghai, February 2010

Yahoo schließt Pekinger Niederlassung

von Jana Kötter, 21. März 2015

 

Yahoo zieht sich komplett aus dem chinesischen Markt zurück. Mit dem Schritt streicht das angeschlagene US-Unternehmen bis zu 350 Jobs.

 

Während andere Firmen ihr China-Engagement munter ausbauen, zieht sich der US-Internetkonzern Yahoo nun völlig aus dem Markt zurück. Zu groß war der Druck der Investoren, den Sparkurs weiter fortzusetzen.

 

"Rund 350 Jobs" sollen bei dem Rückzug aus China eingespart werden, sagte ein Sprecher laut BBC. Das Yahoo-Büro in Peking, die einzige Niederlassung des Unternehmens in China, war verantwortlich für Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Die Aufgaben der chinesischen Niederlassung sollen nun in anderen Büros zusammengeführt werden, teilte Yahoo mit. >>Weiterlesen

Internet-Riese Baidu entwickelt Roboterautos

von Jana Kötter, 19. März 2015

 

Ganz nach dem Vorbild Googles: Chinas Suchmaschinen-Riese Baidu will noch in diesem Jahr ein selbstfahrendes Auto vorstellen – das anders als Googles Roboterauto auch Pedale, Lenkrad und einen intelligenten Assistenten an Bord haben soll.

 

Google preschte mit seinen Roboterauto-Prototypen vor, Apple arbeitet daran - und nun drängelt sich auch noch der chinesische IT-Riese Baidu dazwischen: Im Wettlauf um die Entwicklung selbstfahrender Autos erhalten die großen Autohersteller mächtig Gegenwind aus der IT-Branche.

 

Noch in diesem Jahr könnte Chinas Suchmaschinen-Riese ein autonom fahrendes Fahrzeug vorstellen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg >>Weiterlesen

Stararchitekt startet neues Peking-Projekt

von Jana Kötter, 16.März 2015

Ole Scheerens erster Coup in Peking: Die CCTV-Türme. Repro: Wikicommons

Er hat die berühmten CCTV-Türme in Peking entworfen, nun folgt der nächste Coup: In China ist der deutsche Stararchitekt Ole Scheeren ein gefragter Mann.


Ole Scheeren ist ein Name – nicht nur in der europäischen Architekturszene, sondern weit darüber hinaus. Spätestens seit dem Bau des futuristischen Zentrums des chinesischen Staatssenders CCTV, diesen zwei verschlungenen Türmen in Peking, die auch Touristenlaut diversen Reiseführern „unbedingt gesehen haben müssen“, ist der 44-Jährige auch im Reich der Mitte ein ganz großer Begriff.

 

Nun könnte neben das bisher bekannteste Werk des deutschen Stararchitekten ein weiteres Juwel kommen: Scheeren baut im Herzen Pekings ein großes Kunstzentrum – und zwar für das älteste chinesische Auktionshaus Guardian, das nach Christie’s, Sotheby’s und Chinas Poly-Gruppe die Nummer vier weltweit ist.

 

Das „weltweit erste maßgeschneiderte Hauptquartier“ eines internationalen Auktionshauses besitzt ein Museum, ein 120-Betten-Hotel mit einem atemberaubenden Blick auf die Verbotene Stadt sowie Restaurants und Veranstaltungsräume. >>Weiterlesen

Wie die TCM auch Schmerzpatienten hilft

von Jana Kötter, 16. März 2015

 

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) konnte in den vergangenen Jahren viele Patienten für sich gewinnen. Eine Aktionswoche zeigt ab heute, wie die alternativen Heilmethoden auch Schmerzpatienten helfen können.

 

Die „Woche der TCM“ steht in diesem Jahr unter dem Schwerpunktthema Schmerztherapie. Ganz gleich, ob Migräne, chronische Rückenschmerzen oder Sportverletzung: Bis Sonntag (22. März) macht ein großes Angebot an Veranstaltungen in vielen Teilen Deutschlands auf die Möglichkeiten der TCM aufmerksam.

 

„In dieser zweiten von der Arbeitsgemeinschaft für Klassische Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin (AGTCM) und ihren Mitgliedern ausgerichteten Aktionswoche werden deutschlandweit viele interessante Veranstaltungen und Aktionen rund um die Chinesische Medizin stattfinden“, heißt es auf der Internetseite www.woche-der-tcm.de. Hier finden Interessierte übrigens eine Übersicht über alle Veranstaltungen, die unter anderem in Frankfurt, Berlin und Hamburg stattfinden.

Insgesamt 64 Aktionen sind bis Sonntag geplant.
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Silent Sunday L - 15/03/2015

Chinesische Medizin - Tradition und Moderne |

Chinese Medicine - Traditionally and modern

Haustiere: Tierquälerei aus Unwissenheit?

von Jana Kötter, 13. März 2015

 

Der „beste Freund des Menschen“: Auch in China werden Hunde immer beliebter. Jedoch wissen viele nicht, wie mit dem neuen Haustier am besten umzugehen ist – mit drastischen Folgen.

 

Der Gedanke, dass Hunde nicht nur Fraß oder Pelzlieferant, sondern ein Schmusegefährte sein können, ist in China relativ jung. Erst seit ungefähr 15 Jahren ist es – vor allem in der wachsenden Mittelschicht – populär, Hunde und Katzen als Haustiere zu halten.

 

„Das Umweltbewusstsein und der Tierschutzgedanke wächst wie überall auf der Welt mit dem Wohlstand“, erklärt Ingeborg Livaditis, Vorsitzende der Tierversuchsgegner Baden-Württemberg. „Wenn man nicht mehr um die tägliche Existenz kämpfen muss, hat man mehr Interesse und Zeit, sich um einen humaneren Umgang mit Tieren und mit der Natur zu kümmern.“

 

Tatsächlich war das Halten von Hunden unter der kommunistischen Regierung sogar lange verboten. >>Weiterlesen

Nach Fukushima: China genehmigt Kraftwerk

von Jana Kötter, 11. März 2015

Satellitenfoto der Reaktorblöcke 1 bis 4 (von rechts nach links) am 16. März 2011 nach mehreren Explosionen und Bränden. Foto: Wikicommons

Genau vier Jahre liegt die Katstrophe von Fukushima heute zurück. Die Konsequenzen, die verschiedene Länder aus dem Unglück gezogen haben, sind unterschiedlich. China genehmigt ein neues Kernkraftwerk, zahlreiche weitere Meiler sind bereits im Bau.


Exakt vier Jahre ist es her, dass es im japanischen Fukushima zur Atomkatastrophe kam. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nutzte das Unglück, um in Deutschland die Abkehr von der Atomkraft durchzusetzen. Und neben Deutschland verhängte auch China zunächst ein Moratorium und ordnete eine landesweite Sicherheitsüberprüfung an.

 

Nun aber hat die Regierung in Peking erstmals wieder den Bau eines neuen Kernkraftwerkes genehmigt. >>Weiterlesen

Shanghai bei Ausländern die beliebteste Stadt

von Jana Kötter, 10. März 2015

 

Ganz gleich, ob Austauschstudent, Ingenieur oder Auswanderer der Liebe wegen: Shanghai ist bei internationalen Bewohnern des Reichs der Mitte die beliebteste Stadt – und das bereits zum dritten Mal in Folge.

 

Herausgegeben haben die neueste Fassung der Liste der Top-10-Städte Chinas das „International Talent“ Magazin und die Gesellschaft für Forschung zum internationalen professionellen Austausch und Entwicklung. Zwischen Juli und Dezember vergangenen Jahres wurden dazu rund 20.000 internationale Berufstätige in ganz China befragt, wie wohl sie sich an ihrem Ort fühlen. Die Kriterien beinhalteten dabei sowohl Arbeitsbedingungen, Lebensqualität als auch Angebote für internationale Bewohner der Volksrepublik.

 

Shanghai belegte den ersten Platz, gefolgt von Peking, Shenzhen, Tianjin, Qingdao, Hangzhou, Guangzhou, Suzhou, Xiamen und Kunming. >>Weiterlesen

Silent Sunday XLIX - 08/03/2015

Lingshan - buddhistisches Zentrum bei Wuxi, Februar 2010 |

Lingshan - buddhist centre near Wuxi, February 2010

Volkskongress eröffnet Plenarsitzung

von Jana Kötter, 5. März 2015

 

Die diesjährige Plenarsitzung eröffnet Regierungschef Li Keqiang mit schlechten Nachrichten: Die Regierung der Volksrepublik hat für 2015 eine Wachstumsrate von rund sieben Prozent errechnet. Niedriger war sie zuletzt vor 25 Jahren.

 

Mit rund 3000 Mitgliedern ist er das größte Parlament der Welt: Chinas Nationaler Volkskongress. Jahr für Jahr tagt er im Frühjahr in der Großen Halle des Volkes in Peking – so auch in diesen Tagen. Heute hat Regierungschef Li Keqiang die diesjährige Plenarsitzung eröffnet.

 

Auf der Tagesordnung stand dabei vor allem die Wirtschaft – und diese wird in diesem Jahr noch langsamer wachsen. Denn zum Auftakt der Sitzung schraubte Regierungschef Li Keqiang das Wachstumsziel auf "etwa sieben Prozent" herunter. Es wäre das geringste Wachstum seit 25 Jahren in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.

 

Für 2014 hatte die Führung in Peking ein Wachstum von 7,5 Prozent angepeilt und das Ziel mit 7,4 Prozent knapp verpasst. Die Wirtschaft stehe in diesem Jahr vor größeren Schwierigkeiten als 2014, sagte Li vor dem Parlament. >>Weiterlesen

36 Festnahmen bei Demo in Hongkong

von Jana Kötter, 3. März 2015

 

Keine andere chinesische Stadt war im vergangenen Jahr so präsent in den Medien wie Hongkong – doch Ruhe kehrt auch nach dem offiziellen Ende der Demokratiebewegung in der Wirtschaftsmetropole nicht ein. Nun hat es erneut Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei gegeben.

 

Als „Regenschirm-Bewegung“ sind sie im vergangenen Jahr berühmt geworden: Hunderttausende, die ganze Straßenzüge in der Wirtschaftsmetropole Hongkong über Wochen lahmgelegt haben, um ein Zeichen für mehr Demokratie und freue Wahlen zu setzen.

 

Seither kommt es in der Stadt immer wieder zu neuen – wenn auch kleineren – Demonstrationen und Zusammenstößen zwischen Protestierenden und der Polizei.

 

Aus Protest gegen Reisebestimmungen sind nun erneut Hunderte Menschen auf die Straße gegangen. Bei Zusammenstößen mit der Polizei sind dabei 36 Demonstranten festgenommen worden.  >>Weiterlesen

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Jana Kötter

So soll es aussehen, das neue Riesen-Terminal von Peking Daxing. 700.000 Quadratmeter wird es insgesamt zählen. Repro: ZHA
Hoch, höher, Tianjin: In keiner anderen Metropole wurden im vergangenen Jahr mehr Wolkenkratzer errichtet als in der ostchinesischen Stadt. Foto: Jana Kötter
Hochkarätige Besucher unter strahlend blauem Himmel - das gibt es beim APEC-Gipfel im sonst Smog-geplagten Peking. Foto: Xinhua
Statue im Konfuzius Tempel Peking. Konfuzius - auch knapp 2500 Jahre nach seinem Tod prägt er das chinesische Denken. Daran erinnern auch zahlreiche Statuen im Land, so wie diese im Konfuzius Tempel Peking.
Handy-Spur in Chongqing "Benutzung der Handy-Spur auf eigene Gefahr" warnt die Aufschrift auf dem Boden - vom schmalen Weg aufschauen sollte man also immer mal. Foto: China Real Time / Twitter
Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Qinghua-Universität in Peking "Ein prädestinierter Ort der Freiheit": Zum Abschluss ihres China-Besuchs sprach Angela Merkel (CDU) vor Studenten der Qinghua-Universität in Peking. Foto: Xinhua
Rekord-Zwillingstürme "Pheonix-Towers" in Wuhan, China Futuristisch: So sollen die neuen Rekord-Zwillingstürme "Pheonix-Towers" aus einem See in Wuhan in die Höhe ragen. Repro: Chetwoods
Verkehr in Peking, China Umweltschutz wird für Chinas Regierung auch bedeuten, den Verkehr in den Städten zu drosseln. Foto: Jana Kötter
Reisfelder in der Provinz Yunnan Ein atemberaubender Anblick - doch die Bewirtschaftung der Reisfelder in der Provinz Yunnan ist harte Arbeit. Das beeinflusst den Charakter der Feldarbeiter, aber auch der nächsten Generation, sagen Forscher. Foto: Jialiang Gao / Wikicommons
Wüste Gobi Die Wüste Gobi: Auf den ersten Blick ist sie nichts als Sand, doch hier lagern wertvolle Fossilien. Gobi, Oktober 2009
Staatliche Arbeiter schmücken Xi'an für das bevorstehende Laternenfest, Februar 2010. Staatliche Arbeiter schmücken Xi'an für das bevorstehende Laternenfest, Februar 2010.
Chinese an seinem Kohlevorrat im Pekinger Außenbezirk China friert: Mann an seinem Kohlevorrat im Pekinger Außenbezirk, November 2009
Schneebdecktes Gebäude der Peking Universität An meinen ersten Schneefall in Peking kann ich mich noch gut erinnern: Das war im November 2009 - und auch in der Uni blieben die Heizungen erst einmal aus.
Bad Vilbels Anzeige in der chinesischen Tageszeitung Die Beziehung zwischen China und Hessen soll enger werden - das wünschte sich auch die Wetterauer Stadt Bad Vilbel und schaltete sogleich Anzeigen in der chinesischen Tageszeitung.
Shanghai Skyline, Pudong Die Wirtschaftskraft Chinas konzentriert sich nach wie vor auf die Küstenregionen und die großen Städe im Süden - so wie Shanghai.
Verspiegeltes Badezimmer Verspiegelte Wände, Hochglanz-Armaturen: Solch ein Luxus erwartet den Reisenden in vielen Hotels in Guangzhou. Typisch chinesisch ist das nicht. Foto: Uwe Kötter
Das "Vogelnest" in Peking, Olympisches Dorf, Oktober 2009 Das "Vogelnest" in Peking, Olympisches Dorf, Oktober 2009
Feuerwerk am Ufer des Flusses Pu in Shanghai Xinnian kuaile! Frohes neues Jahr! - Das feiert man mit einem Feuerwerk am Ufer des Flusses Pu in Shanghai, Februar 2010

Glückskeks der Woche

Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir für immer.

Konfuzius

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