40 Jahre altes Fleisch beschlagnahmt

von Jana Kötter, 26. Juni 2015

 

Tonnenweise Gammelfleisch – das zum Teil aus den 1970er Jahren stammt: In China haben Zöllner bei einer landesweiten Razzia nun den nächsten Lebensmittelskandal aufgedeckt.

 

Lebensmittelsicherheit ist in China ein dringendes Thema. Immer wieder hat das Land in den vergangenen Jahren mit Skandalen auf sich aufmerksam gemacht – auch zuletzt ging es vor einigen Monaten um Gammelfleisch.

 

Doch der Fund, den chinesische Behörden nun gemacht haben, übertrifft die schlimmsten Ekel-Vorstellung vieler: Zöllner haben mehr als 100.000 Tonnen Gammelfleisch beschlagnahmt – und das soll chinesischen Medienberichten zufolge zum Teil mehr als 40 Jahre alt gewesen sein.

 

"Es hat gestunken und ich habe mich beinahe übergeben", soll ein Ermittler in der Provinz Hunan gesagt haben. Bei Razzien im ganzen Land stießen Zöllner in den vergangenen Wochen auf das teils bereits verrottete Fleisch von Hühnern, Rindern und Schweinen. Im Verkauf hätte die Ware umgerechnet 430 Millionen Euro eingebracht.

 

Landesweit sind laut amtlicher Nachrichtenagentur Xinhua im Zusammenhang mit dem Fleischskandal 130 Menschen festgenommen worden. Mindestens 14 Schmugglerbanden wurden zerschlagen.

 

Schmuggler kaufen das Fleisch dem Bericht zufolge billig im Ausland und bringen es über Hongkong und Vietnam illegal nach China. Um Kosten zu sparen, benutzen sie für den Transport über die Grenze oft gewöhnliche Wagen ohne Kühlaggregate, sodass das Fleisch schnell verdirbt.

 

 

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