Attentäter von Kunming zum Tode verurteilt

von Jana Kötter, 18. September 2014

 

Wahllos haben die Angreifer auf einem Bahnhof zugestochen: Im März töteten sie in der südchinesischen Stadt Kunming 31 Menschen. Nun wurden drei der Täter zum Tode verurteilt, eine Frau muss lebenslang hinter Gitter.

 

Schwarz vermummte Männer stürmen einen Bahnhof, stechen wahllos die wartenden Passagiere nieder. Blutend gehen die Menschen zu Boden, die Täter rennen ziellos zum nächsten Opfer, stechen zu, immer und immer wieder. 31 Tote hinterlassen sie auf dem Bahngleis, mehr als 140 weitere Verletzte.

 

Es waren schreckliche Szenen, die sich im März auf dem Bahnhof in Kunming in der südchinesischen Provinz Xinjiang abgespielt haben. Vergangene Woche, mehr als ein halbes Jahr nach der brutalen Messerattacke, sind drei der Täter wegen Mordes zum Tode verurteilt worden. Eine weitere Täterin muss lebenslang ins Gefängnis, wie das staatliche Fernsehen CCTV in China mitteilte.

 

Der Prozess wurde in Kunming abgehalten. Die drei zum Tode verurteilten Männer sollen die Anführer der Gruppe gewesen sein, die für den Angriff verantwortlich gemacht wird. Die Frau soll Mittäterin sein. Fünf weitere Täter sollen während des Angriffs von der Polizei getötet worden sein.

 

Die chinesische Regierung machte schnell Separatisten aus Xinjiang für die Attacke verantwortlich. Die Provinz ist Heimat der vorwiegend muslimischen Minderheit der Uiguren, die sich von Peking benachteiligt sehen.

 

 

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