Auf dem Rad durch Chinas Süden

von Jana Kötter, 1. Mai 2014

„Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus.
Da bleibe wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus.
Wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt,
so steht auch mir der Sinn in die Weite, weite Welt.“


So dichtete Emanuel Geibel (1815-1884) bereits im 19. Jahrhundert. Und das bekannteste deutsche Mailied steht dabei noch heute für die beliebte Maiwanderung oder Fahrradtour, die heute, am 1. Mai, viele Familien und Freunde gemeinsam begehen.


Auch die ARD-China-Korrespondentin Ariane Reimers ist heute mit dem Rad unterwegs – allerdings in einer weitaus spannenderen Region als unsereins. Sie ist bereits vor rund zwei Wochen zu einer 1000 Kilometer langen Radtour durch den Südwesten Chinas aufgebrochen, von der Millionenmetropole Kunming bis hinauf auf die Berge und die berühmten Reisterrassen.


Es ist eine kräftezehrende Reise. Die Straßen sind holprig, die Steigung steil. Doch die Eindrücke, die Reimers auf ihrer Tour durch die Provinz Yunnan gewinnt, sind es wert: die verträumte Altstadt von Heijing, Großbaustellen für moderne Zugstrecken und Bauern, die mit bloßen Händen ihre Felder bearbeiten.


Natürlich hat die Tour von Ariane Reimers nichts mit unserem 1. Mai zu tun, der auch als Tag der Arbeit, Maifeiertag oder Kampftag der Arbeiterbewegung bezeichnet wird und in Deutschland, Liechtenstein, Österreich, Belgien, Teilen der Schweiz und vielen anderen Staaten ein gesetzlicher Feiertag ist. Er geht mit einem vielfältigen Brauchtum einher: Schon im 13. Jahrhundert wurden erste Formen von Maibäumen aufgestellt, seit dem späten 19. Jahrhundert gehören Massenstreiks und Demonstrationen fest dazu. Nicht zu vergessen natürlich der Tanz in den Mai – und die traditionelle Maiwanderung, die in vielen Familien durch die Fahrradtour ersetzt wird.


Von ihrer unglaublichen Fahrradtour berichtet Korrespondentin Ariane Reimers übrigens in der NDR-Sendung Weltbilder oder ihrem Videoblog für die Tagesschau – und das lohnt sich heute ganz besonders anzuschauen. Denn die Clips sind eine tolle Alternative für die eigene Radtour, wenn diese heute aufgrund des schlechten Wetters ins Wasser gefallen ist.

 


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