Masken-Marathon

von Jana Kötter, 20. Oktober 2014

 

Sport-Funktionskleidung, Laufschuhe, Pulsmesser, Gasmaske: So sah die Ausrüstung vieler Läufer aus, die gestern am Beijing International Marathon teilgenommen haben. Viele der mehr als 30.000 Teilnehmer hatten sich vor dem andauernden Smog der chinesischen Hauptstadt geschützt – einige mit einfachem weißem Häubchen vor dem Mund, andere mit richtigen Gasmasken.

 

Die Feinstaubwerte am Tag des 34. Beijing International Marathon lagen bei 331 Mikrogramm pro Kubikmeter; laut der amerikanischen Umweltschutzbehörde gilt 300 als absolute Höchstgrenze, alles darüber liegende gilt als gesundheitsgefährdend.

 

So hatte auch das Veranstaltungskommittee des Marathons, dessen Strecke durch die gesamte Innenstadt, vorbei am Tiananmen-Platz, führt und  am Olympischen Park endet, zu Vorsicht aufgerufen: „Wir bitten Teilnehmer, regelmäßig Wetterberichte zu verfolgen und notwendige Konsequenzen zu ziehen, sollte dies der eigene Gesundheitszustand nötig machen. Wenn Sie sich unwohl fühlen oder physische Beschwerden haben, beenden Sie bitte die Teilnahme an  dem Lauf.“

 

Währenddessen hat Chinas Regierung jüngst weitere Maßnahmen beschlossen, um eine solch drastische Luftverschmutzung in Zukunft seltener werden zu lassen: Peking will seine Klimaschutzziele für Autos strenger durchsetzen. Würden Autos die vorgeschriebenen Limits beim Spritverbrauch überschreiten, müssten die entsprechenden Unternehmen zukünftig mit Strafen rechnen, teilte das chinesische Industrieministerium mit. So können die Firmen den Angaben zufolge öffentlich gebrandmarkt und ihre Produktion beschränkt werden.

 

Das neue Limit für 2015 beträgt 6,9 Liter Kraftstoff je 100 Kilometer, durchschnittlich für alle verkauften Modelle. Bis 2020 wird das Ziel auf fünf Liter gesenkt.

 

 

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