MH370: Sechs Monate danach

von Jana Kötter, 8. September 2014

 

Genau 6 Monate ist es her, dass der Flug MH370 auf mysteriöse Weise verschwunden ist – und noch immer suchen die Hinterbliebenenen der 239 Passagiere nach Antworten auf ihre Fragen.

 

Heute haben sich rund 30 betroffene Familien der Opfer zu einer emotionalen Versammlung im Lama Tempel in Peking getroffen, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Demnach habe sich neben der anhaltenden Trauer vor allem Wut auf die chinesischen Behördenabgezeichnet. Denn viele der Angehörigen fühlen sich im Stich gelassen.

 

Rund zwei Drittel der Passagiere, die am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking waren, sind chinesische Staatsangehörige.

“Heute ist Mondfest, da kommen die Familien traditionell zusammen”, zitiert AFP Frau Zhang (55), deren Tochter ebenfalls an Bord war, als die Maschine verschwand. “Jeder Tag ist eine Qual, aber heute ist es besonders schlimm.”

 

Gemeinsam mit anderen Angehörigen beklagt Frau Zhang vor allem die Ungewissheit um das Verschwinden, die auch sechs Monate später noch anhält. Sie üben dabei harsche Kritik an der chinesischen Regierung, die zunächst Hilfe bei der Aufklärung und Beistand für die Familien versprach – im frühen Sommer aber beispielsweise eine Demonstration vor der malaysischen Botschaft verbot und Beteiligte festnehmen ließ.

 

“Solche Sachen sollten nicht passieren”, so der Bruder der verschwundenen Zhang laut AFP. “Wir Angehörigen leiden schon genug. Da sollten sie uns nicht noch mehr Leiden aufbürden.”

 

 

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