Mit dem Schnellzug von Peking nach Moskau?

von Jana Kötter, 20. Oktober 2014

 

In einem Land mit solch unvorstellbaren Dimensionen wie China ist der Zug ein wichtiges Fortbewegungsmittel. Mit dem Auto sind viele Distanzen kaum zurückzulegen, und Flüge mögen für uns Europäer bei der Rundreise durch das Reich der Mitte zwar ein bequemes, schnelles Transportmittel sein – für viele Chinesen sind sie jedoch unbezahlbar.

 

Besonders Nachtzüge sind ein bequemes, günstiges Reisemittel: Für weniger als zehn Euro legt man da schon einmal mehrere hundert Kilometer zurück. Und so kommt es, dass Züge – gerade in der Hauptreisezeit um das chinesische Neujahr – bis auf den letzten Sitzplatz (und das schließt in China auch den letzten Quadratzentimeter Gang ein) gefüllt sind.

 

Doch nicht nur die traditionellen, oft veralteten Züge sind beliebt. Auch wenn es zu hochmodernen Schnellzügen kommt, liegt China ganz weit vorne: Es ist das Land mit dem größten Netz an Schnellzugverbindungen weltweit. Die derzeit längste Hochgeschwindigkeitstrasse ist die mehr als 2000 Kilometer lange Verbindung zwischen den Städten Peking und Guangzhou.

 

Und auch ins Ausland möchte man diese Technologien nun ausbauen. So berichtet unter anderem die „Beijing Times“, dass die Regierungen in Moskau und Peking eine Schnellzugstrecke zwischen den beiden Hauptstädten erwägen. Mehr als 7000 Kilometer lang und mindestens 180 Milliarden Dollar teuer soll diese sein – und die Reisezeit so von derzeit sechs auf weniger als zwei Tage verkürzen.

 

Über die Idee soll beim jüngsten Russlandbesuch von Li Keqiang gesprochen worden sein. Unterzeichnet ist bislang allerdings nur eine Absichtserklärung für eine rund 800 Kilometer lange Strecke bis in die russische Stadt Kazan. Diese könnte die erste Etappe der Direktverbindung zwischen Moskau und Peking werden, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

 

 

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