670.000 Menschen sterben an Smog-Folgen

von Jana Kötter, 10. November 2014

 

Allein im Jahr 2012 sind 670.000 Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung in China gestorben. Diese erschreckende Zahl nennt eine neue Studie, wie die South China Morning Post berichtet.

 

Damit zeigt die Studie vor allem die Folgen der nach wie vor immense Abhängigkeit von Kohle auf: Pro Tonne Kohle, die produziert wird, müssten eigentlich 260 Yuan (rund 30 Euro) zusätzlich berechnet werden, die für die medizinische Behandlung und Umweltschäden als Spätfolgen anfallen.

 

Aktuell fahlen pro Tonne produzierter Kohle Steuern von rund 30 bis 50 Yuan an – weniger als ein Fünftel also von dem geforderten Wert. “Die aktuell geltenden Steuern und Umweltschutzgebühren spiegeln keinesfalls die real anfallenden Kosten wieder”, zitiert die Zeitung Teng Fei, Professor der renommierten Pekinger Tsinghua Universität.

 

Laut Teng waren die häufigsten durch die anhaltende Luftverschmutzung verursachten Todesursachen Lunkenkrebs, Schlaganfälle, Herzinfarkte und chronische Lungenleiden.

 

Bereits im Dezember 2013 hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO eine interaktive Landkarte veröffentlicht, die die schockierende Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die geschätzte Todeszahl von Ungeborenen verdeutlichte. Die 22 Kohlekraftwerke Schanghais seien demnach verantwortlich für 4370 ungeborene Tote im Jahr 2011, die zehn Pekinger Werke für rund 1000 Todesfälle.

 

 

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