Aktionstag rückt Händehygiene in den Fokus

von Jana Kötter, 5. Mai 2015

 

Heute, am 5. Mai, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Welt-Händehygienetag ausgerufen – auf der gesamten Welt soll so auf die Bedeutung des Händewaschens hingewiesen werden.

 

In Deutschland werden jährlich bis zu 500.000 Krankenhausinfektionen festgestellt. Mehr als ein Drittel dieser Infektionen gilt als vermeidbar – ein Großteil allein durch eine konsequente Desinfektion der Hände.

 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie zahlreiche Gesundheitsorganisationen werben anlässlich des Welt-Händehygienetages deshalb für verbesserte Hygienestandards in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie ambulanten und sozialen Einrichtungen. Ein Thema, das nicht nur in Deutschland von großer Brisanz ist.

 

Im Gegenteil, in China müsste die Diskussion noch viel weiter gehen: Denn hier mangelt es auch im Alltag oft an Gelegenheiten zur Händehygiene. Öffentliche Toiletten etwa verfügen nur selten über intakte, befüllte Seifenspender. Für Besucher ist es deshalb ratsam, immer ein Fläschchen Desinfektionsmittel in der Handtasche zu haben.

 

Vor allem beim Besuch von Krankenhäusern ist dies eine unverzichtbare Maßnahme: "Mit keinem anderen Mittel lassen sich Krankenhausinfektionen so effektiv bekämpfen wie durch die einfache Desinfektion der Hände", sagt Hardy Müller, Experte der Techniker Krankenkasse (TK) für Patientensicherheit. "In nur 30 Sekunden lassen sich alle Erreger auf den Handflächen abtöten und eine Übertragung von schädlichen Keimen von einem Patienten auf den anderen verhindern.“

 

In Deutschland nehmen insgesamt 1840 stationäre und ambulante Einrichtungen an der Aktion „Saubere Hände“ teil – um ein Bewusstsein zu schaffen, das in China noch weitestgehend fehlt.

 

„Auch wenn China bereits weitreichende Maßnahmen zur Verbesserung der öffentlichen sanitären Einrichtungen unternommen hat, ist noch viel zu tun“, attestiert beispielsweise UNICEF. Insbesondere an Schulen in ländlichen Regionen seien noch große Hygienemängel anzutreffen.

 

Gleichzeitig werden jedoch erste wichtige Projekte an Schulen durchgeführt, die dieses Problem aktiv angehen sollen. In Shenzhen beispielsweise hat vor wenigen Tagen ein Programm gestartet, dass 18 Kindergärten und 2200 Privathaushalte adressiert, um die Wichtigkeit der Handhygiene zu bewerben. Mehr als 200 Unterrichtsstunden sollen dazu bis Oktober gehalten werden.

 

 

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