„Anti-Korruption“ wird Wort des Jahres

von Jana Kötter, 19. Dezember 2014

 

Wörter des Jahres spiegeln die Themen, die die Gesellschaft bewegen. So wurde gerade vergangene Woche „Lichtgrenze“ zu unserem Wort des Jahres gewählt. Es spiegelt in besonderer Weise die großen Emotionen wider, die das Ende der DDR im Herbst 1989 auch 25 Jahre später noch in ganz Deutschland hervorruft. Über 8000 weiße, leuchtende Ballons erinnerten auf einer Länge von 15 Kilometern an den Verlauf der Berliner Mauer und die frühere Teilung der Stadt.

 

Aus rund 2300 Belegen hatte die Gesellschaft für deutsche Sprache „jene zehn Wörter und Wendungen, die den öffentlichen Diskurs des Jahres wesentlich geprägt und das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben sprachlich in besonderer Weise begleitet haben“ auserkoren.

 

Auch in China gibt es dieses Wort und darüber hinaus ein Zeichen des Jahres. „Anti-Korruption“ und „Gesetz“ haben dabei gewonnen, wie die Nachrichtenagentur Xinhua heute berichtet hat. Verwunderlich ist das nicht: So hat die offizielle Anti-Korruptionsansage von Präsident Xi Jinping den Diskurs der vergangenen zwölf Monate geprägt wie kaum ein anderes politisches Thema.

 

Darüber hinaus wurden „Malaysia Airlines“ und „vermisst“ als Wort bzw. Zeichen des Jahres gekürt.

 

Mehr als 7000 Vorschläge wurden von Internetnutzern eingereicht, um Wort und Zeichen des Jahres zu küren. Die Gewinner hat letztlich das Nationale Beobachtungs- und Forschungsinstitut für chinesische Sprache ausgewählt. Zum ersten Mal in der neunjährigen Tradition der Wahl des Wort des Jahres durfte dabei auch die Öffentlichkeit abstimmen.

 

In der Vergangenheit waren Begriffe wie „Traum“ oder „Smog“ unter den Siegern des Sprach-Wettbewerbes.

 

 

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