Luftqualität: Gros der Städte fällt durch

von Jana Kötter, 23. April 2015

 

Greenpeace hat neue Daten zur Luftqualität in China präsentiert. Das Ergebnis: Es gibt Grund zur Hoffnung – zur Entwarnung jedoch keinesfalls.

 

90 Prozent von rund 360 getesteten Städte sind in den ersten drei Monaten dieses Jahres in einem Test zur Luftqualität durchgefallen. Dies zeigt eine auf Daten der Regierung basierende Untersuchung von Greenpeace East Asia.

 

Am stärksten betroffen sind von der Verschmutzung die im Landesinneren liegenden Provinzen, so der Befund der Organisation. Auch die Küstenstädte im Osten und Südosten des Landes seien stärker betroffen als andere Regionen.

 

Obwohl die Verschmutzung noch immer gravierend ist, so bieten die Ergebnisse doch Anlass zur Hoffnung: Denn dank der strengeren Regeln zur Luftreinhaltung in China ist der Smog in einigen Städten deutlich zurückgegangen. "Unsere Analyse zeigt, dass die Maßnahmen der Regierung wirken", sagte Zhang Kai von Greenpeace.

 

In Peking sei die Belastung mit den besonders gefährlichen Feinstaubpartikeln kleiner als 2,5 Mikrometer (PM 2,5) im ersten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent zurückgegangen.

 

In der angrenzenden Provinz Hebei, die wegen der starken Stahl- und Zementindustrie besonders von Smog betroffen ist, gingen die Smog-Werte demnach sogar um 31 Prozent zurück.

 

Vor einer völligen Entwarnung warnt Greenpeace jedoch: "Trotz der leichten Verbesserungen in wichtigen Städten wie Peking zeichnen die Daten insgesamt noch ein düsteres Bild", sagte Zhang Kai. Nach wie vor seien die am schlimmsten betroffenen Provinzen Henan, Hubei und Hebei. Peking belegt den vierten Platz, das an der Ostküste gelegene Shandong ist auf Platz fünf.

 

Ursprünglich sollten 367 Städte untersucht werden; aufgrund ungenauer Daten konnten letztlich jedoch nur Ergebnisse für 360 präsentiert werden.

 

 

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