Luftverschmutzung hält China im Würgegriff

von Jana Kötter, 25. Februar 2014

Der Smog hält Peking und andere chinesische Großstädte weiter im Würgegriff. So erreichten die Luftwerte für den gefährlichen Feinstaub in Peking heute das 17- bis 20fache des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Grenzwertes. Das staatliche Meteorologische Zentrum verhängte deshalb die zweithöchste Alarmstufe, den orangen Smogalarm, für die Metropolen Peking und Tianjin sowie die sechs Provinzen Hebei, Shanxi, Shandong, Henan, Shaanxi und Liaoning. In der nordöstlich von Peking gelegenen Stadt Tangshan wurde sogar das 34fache des WHO-Richtwerts gemessen.


Bereits am Montag hatte das Gesundheitsamt in Peking ältere Menschen und Kinder aufgefordert, daheim zu bleiben. Die 20 Millionen Pekinger sollten sich am besten mit Atemmasken schützen, wenn sie vor die Tür müssten. Insgesamt sind sogar 400 Millionen Menschen von den staatlichen Warnungen betroffen.


Nach dem verheerenden Smog im vergangenen Winter hatte Peking im Herbst seine Notfallstrategien für die hohe Feinstaubbelastung verkündet. So sind bei der höchsten Alarmstufe "Rot" massive Fahrverbote und Fabrikschließungen geplant. Die Pekinger verstehen aber nicht, warum nicht endlich von "Orange" auf "Rot" umgeschaltet wird. "Wir haben alle Angst, was mit uns passiert", zitiert Spiegel Online die 28-jährige Zhang Li. "Die Behörden wollen einfach nicht die höchste Stufe ausrufen." Vielleicht wolle niemand die Verantwortung übernehmen, wenn die Metropole zum Stillstand komme.

 

 

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