Besuch im Ledermuseum lohnt für China-Fans

von Jana Kötter, 16. Juni 2014

 

Beim Deutschen Ledermuseum (DLM) denken viele erst einmal an Schuhe, Handtaschen und sonstige Lederwaren. Und das ist auch richtig – doch bei weitem noch nicht alles, was das Museum in Offenbach zu bieten hat. Das Ethnologische Museum mit seinen Abteilungen Afrika, Amerika und Asien kennen viele nicht. Dabei lohnt sich ein Besuch – auch für China-Fans. 

 

Die China-Sammlung des DLM ist bereits seit 1917 entstanden und umfasst heute vielfältige Ausstellungsstücke: Klassische Gebrauchsgegenstände wie Sättel, Schwerter oder Pfeifen, eine Vielzahl von Behältnissen oder Bühnenbilder des klassischen chinesischen Schattentheaters.

 

Tatsächlich ist das DLM schon seit den 1930er Jahren Besitzer einer der wertvollsten und umfangreichsten Sammlungen asiatischer Figuren des Schattentheaters. Figuren aus Thailand, Indien, China und Indonesien, außerdem aus Ägypten und der Türkei sind hier zu bewundern – aus feinstem Pergament, filigran geschnitten und mit leuchtenden Farben bemalt.

 

Außergewöhnlich ist vor allem der Schattentheaterspielsatz aus China, der dem Kaiser Qianlong (1711-1799) gehörte. „Nur wenige Museen der Welt können sich derart qualitätvoller Schattentheaterfiguren rühmen“, schreibt das Museum auf seiner Homepage stolz.

 

Dabei verfügt das DLM auch über große Ausstellungsstücke, die es sonst nur selten zu sehen gibt: Ein mehr als 1,5 x 2 Meter großes, fein bemaltes Fragment von einem Festzelt der Ära Qianlong (18. Jahrhundert) beispielsweise, oder sechs geschnitzte Paneele aus Kampher-Holz, die zusammen eine Pavillon-Konstruktion darstellen. Durch authentisches Mobiliar werden so beispielsweise das Studierzimmer eines Beamten sowie das Ambiente eines Boudoirs angedeutet.

 

Für China-Fans lohnt sich ein Besuch der relativ kleinen, aber feinen Abteilung des Offenbacher Museums also allemal.

 

 

Das Deutsche Ledermuseum in der Frankfurter Straße 86, Offenbach, ist dienstags bis sonntags jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet acht Euro, ermäßigt fünf Euro. Weitere Informationen gibt es unter www.ledermuseum.de im Internet.

 

 

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