Nach Fukushima: China genehmigt Kraftwerk

von Jana Kötter, 11. März 2015

 

Genau vier Jahre liegt die Katstrophe von Fukushima heute zurück. Die Konseqeunzen, die verschiedene Länder aus dem Unglück gezogen haben, sind unterschiedlich. China genehmigt ein neues Kernkraftwerk, zahlreiche weitere Meiler sind bereits im Bau.

 

Exakt vier Jahre ist es her, dass es im japanischen Fukushima zur Atomkatastrophe kam. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nutzte das Unglück, um in Deutschland die Abkehr von der Atomkraft durchzusetzen. Und neben Deutschland verhängte auch China zunächst ein Moratorium und ordnete eine landesweite Sicherheitsüberprüfung an.

 

Nun aber hat die Regierung in Peking erstmals wieder den Bau eines neuen Kernkraftwerkes genehmigt. Wie Staatsmedien heute berichteten, erlaubte die Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) den ersten Neubau für die zweite Phase des Atomkraftwerks Hongyanhe in der nordostchinesischen Provinz Liaoning. Es geht um zwei Reaktorblöcke mit jeweils einer Million Kilowatt. Die Atomsicherheitsaufsichtsbehörde müsse den Bau allerdings auch noch genehmigen, hieß es.

 

Auch in Japan ist eine Abkehr von der Atomkraft trotz des Unglücks und dessen verheerenden Folgen nicht in Sicht: Zwei Drittel der japanischen Bevölkerung denken zwar, dass diese angebracht wäre. Trotzdem steht ein Ausstieg nicht zur Debatte. Stattdessen will der Staat alsbald einen Teil der verbliebenen 48 kommerziellen Reaktoren wieder ans Netz bringen.

 

Sie sind seit September 2013 außer Betrieb. Die Regulierungsbehörde gab ihre Zustimmung für zwei Anlagen in den Präfekturen Kagoshima und Fukui.

 

Die Marschrichtung in China ist ähnlich: Die Volksrepublik betreibt heute 23 Atomreaktoren und hat 26 weitere im Bau. Das Moratorium war offiziell bereits 2012 aufgehoben worden, allerdings wollte die Regierung nur eine kleine Zahl neuer Kraftwerke genehmigen.

 

 

Zurück zum China-Blog

 

 

Glückskeks der Woche

Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir für immer.

Konfuzius

Keinen Blog-Beitrag mehr verpassen:

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Jana Kötter 2014