China sagt ASEAN-Staaten Hilfe zu

von Jana Kötter, 13. November 2014

 

Der China-Blog hat in diesen Tagen allerhand zu tun – denn der politische Gipfelmarathon in Asien geht heute in eine neue Runde: In Myanmar treffen sich die ASEAN-Staaten mit US-Präsident Barack Obama und den Ministerpräsidenten aus China, Russland und anderen Partnerländern zum Ostasiengipfel.

 

Zurück nach Amerika? Nein, das lohnt sich für US-Präsident Barack Obama in diesen Tagen nicht. Lieber fliegt er vom APEC-Gipfel sofort nach Myanmar, um sich dort mit der erweiterten Runde der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (ASEAN) zu treffen. Anschließend geht es dann sofort zum G20-Treffen nach Brisbane in Australien, wo auch Angela Merkel erwartet wird.

 

Die ASEAN-Länder zwischen Indien und China sind die am stärksten
wachsende Wirtschaftsregion der Welt. Dazu gehören Indonesien mit 250 Millionen Einwohnern und Thailand mit einem schon starken
Wirtschaftsstandort für hunderte ausländische Firmen. Unter dem Titel „ASEAN+3“ holen sich Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam drei weitere Länder ins Boot: China, Japan und Südkorea. Und in diesen Tagen kommt sogar Obama und Vertreter aus Russland zum Treffen in Naypyidaw (Myanmar) hinzu, um dort unter anderem über den Abbau von Handelsschranken zu sprechen.

 

Dabei haben die USA und China die Gelegenheit einmal mehr genutzt, um um die Gunst der südostasiatischen Länder zu buhlen: Obama kündigte Initiativen zur wirtschaftlichen, militärischen und sozialen Kooperation mit den zehn ASEAN-Staaten an, der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang bot dem Bündnis einen formellen Freundschaftsvertrag an - ungeachtet der Territorialkonflikte im Südchinesischen Meer.

 

Die USA erklärten, künftig besser bei der Förderung nachhaltiger Energiegewinnung mit Staaten kooperieren zu wollen. Auch bei Fragen maritimer Sicherheit und im Kampf gegen Piraterie solle verstärkt zusammengearbeitet werden. Gemeinsam wolle man zunehmend gegen Internet-Kriminalität und den Klimawandel vorgehen.
 

China hat der Region währenddessen versprochen, ASEAN mit drei Milliarden Yuan (rund 390 Millionen Euro) zu unterstützen, um die Armut in den weniger entwickelten Ländern des Bündnisses zu bekämpfen. Dies teilte die Nachrichtenagentur Xinhua mit. China will demnach weitere 100 Millionen Yuan (13 Millionen Euro) zur Bekämpfung der Armut in ländlichen Gebieten Ostasiens bereitstellen.
 

Bereits gestern haben die ASEAN-Länder darüber hinaus die sogenannte Naypyidaw-Erklärung aus dem Frühjahr bekräftigt. Darin hatten sie sich gegenseitig versprochen, die Bemühungen um den bis Ende 2015 geplanten gemeinsamen Binnenmarkt zu verstärken.
 

 

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