Merkel spricht zum Abschied vor Studenten

von Jana Kötter, 8. Juli 2014

 

Zum Ende ihrer China-Reise hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) heute vor Studenten in Peking gesprochen und sie dazu aufgefordert, kritisch und weltoffen zu sein. Doch auch die Fußball-WM war Thema - und schließlich sogar der Grund, warum Merkel sich gar nicht schnell genug verabschieden konnte.

 

Die Qinghua-Universität sei "ein prädestinierter Ort der Freiheit", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel heute, als sie vor den Studenten der Pekinger Elite-Uni sprach. Die großen Leitgedanken der deutsch-chinesischen Kooperation seien Fortschritt und Innovation. Dazu gehöre, kritische Fragen zu stellen, das bessere Argument zu suchen und darüber zu streiten. "Das alles setzt voraus, dass man Neuland sucht", sagte Merkel.

 

"Nur eine Gesellschaft, die offen ist, die pluralistisch ist und jedem seine Freiräume gibt - jedenfalls nach meiner Meinung - ist in der Lage, Zukunft erfolgreich zu gestalten."

 

Die Kanzlerin hob die Bedeutung Chinas in der Welt hervor. "Wenn es China wirtschaftlich gut geht, hat die ganze Welt etwas davon." Heute lasse sich keine globale Frage mehr ohne China lösen. Als Beispiele nannte sie den Umweltschutz, erneuerbare Energien und soziale Bedingungen.   

 

Mit einem Augenzwinkern wurde auch die Fußball-WM Thema beim Dialog mit den jungen Erwachsenen. Nachdem die chinesische Regierung Deutschland bereits den Sieg in der WM wünschte, sagte Merkel nun, dass der deutschen Mannschaft im Halbfinale gegen Brasilien ein schwieriger Gegner gegenüber stehe. "Das wird nicht ganz einfach", sagte sie vor den Studierenden in der Pekinger Universität. Die meisten Zuschauer im Stadion in Brasilien würden vermutlich nicht die deutsche Mannschaft anfeuern. "Der Applaus wird nicht so groß sein heute", sagte sie. "Man muss da sehr gute Nerven haben."

 

Schließlich müsse sie sich auch schnell verabschieden, zitiert die Nachrichtenagentur dpa Merkel zum Schluss. Sie müsse ihr Flugzeug erreichen, damit sie das Spiel rechtzeitig in Deutschland im Fernsehen schauen könne.

 

 

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