Peking meldet Fortschritte beim Wasserschutz

von Jana Kötter, 25. September 2014

 

Verdrecktes Wasser wird zu einem immer größeren Problem in China. Nun vermeldet die Regierung in Peking jedoch gute Nachrichten: Der Ausstoß von Schadstoffen konnte gesenkt werden.

 

Im Kampf gegen die Verschmutzung von Flüssen und Seen hat die chinesische Regierung nach eigenen Angaben Fortschritte erzielt. So konnte im ersten Halbjahr der Ausstoß von Ammoniumstickstoff um

2,7 Prozent gesenkt werden, wie das Umweltministerium in Peking erklärte. Ziel war demnach eigentlich nur ein Rückgang um zwei Prozent im gesamten Jahr 2014.

 

Nach einem Bericht der Zeitung "China Securities Journal" plant China zudem, umgerechnet 253 Milliarden Euro auszugeben, um verschmutzte Gewässer aufzubereiten.

 

Nicht nur die Luftverschmutzung, auch die Wasserverschmutzung ist ein großes Problem im Reich der Mitte: Während des rasanten Wirtschaftsbooms in den vergangenen Jahrzehnten leiteten viele Fabriken giftige Abfälle in die Gewässer. Heute sind 70 Prozent der Flüsse und Seen verschmutzt.

 

Immer wieder machen Nachrichten über extrem verfärbte Flüsse Schlagzeilen, nachdem beispielsweise Druckereien ihre chemischen Abfälle in die Gewässer leiten.

 

Besonders schlimm: Das Problem betrifft auch das Grundwasser. Im Jahr 2013 galten 60 Prozent allen Grundwassers als nicht trinkbar. Die zunehmende Wasserknappheit könnte sich in den kommenden Jahrzehnten sogar zu einem ernsten Sicherheitsrisiko entwickeln.

 

Dank neuer Vorschriften erwarten Experten jedoch, dass künftig immer weniger Abfall in die Gewässer gerät. So treten im kommenden Jahr neue Regeln für die Textilbranche in Kraft, wie das Hongkonger Institut China Water Risk erklärte. Dadurch könnten kleinere Fabriken unter Druck geraten.

 

 

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