"Auto Shanghai" startet

von Jana Kötter, 20. April 2015

 

Cars, Cars, Cars: In Schanghai dreht sich in dieser Woche alles um den fahrbaren Untersatz. Denn in der chinesischen Metropole eröffnet am Mittwoch offiziell die „Auto Shanghai“ – Medienvertreter berichten schon seit heute von der Messe.

 

Bereits seit Tagen ist die „Auto Shanghai“ in vielen Medien – zunächst jedoch nicht wegen den vierrädrigen, sondern eher den zweibeinigen Modellen, die bei der chinesischen Autoshow keinesfalls fehlen dürfen. Bisher zumindest. Denn mit den „Motorhauben-Mädchen“ soll auf der Messe, die am Mittwoch offiziell ihre Türen öffnet, Schluss sein: Chinas Sittenwächter haben leicht bekleidete Hostessen von der internationalen Automesse in Shanghai verbannt. Für eine „sauberer Atmosphäre“, wie die Veranstalter verkündeten. Damit war der Medienrummel garantiert.

 

Nun dürfen seit heute die ersten Medienvertreter aufs Messegelände. Und damit schwankt die Diskussion tatsächlich wieder zurück zum eigentlichen Inhalt: den neuesten Automodellen der internationalen Hersteller.

 

Mehr als 100.000 Besucher werden täglich bis zum 29. April auf der Ausstellung erwartet, die jährlich zwischen Peking und Shanghai wechselt. In der Branche ist die Messe auf dem größten Automarkt der Welt in China längst wichtiger als die traditionelle Autoshow in der amerikanischen "Motor City" Detroit. Nirgendwo sonst seien so viele Hersteller vertreten, verkünden die Organisatoren stolz.

 

2000 an der Zahl sind es – auch VW, der größte Autohersteller in China, darf dabei natürlich nicht fehlen. In den nächsten vier Jahren will Volkswagen in China 15 Fahrzeuge mit Elektro- oder Plugin-Hybridantrieb anbieten, haben die Wolfsburger zum Auftakt auf einer Pressekonferenz betont.

 

VW-Chef Martin Winterkorn hat seinen Besuch bei der „Auto Shanghai“ aber abgesagt. Ein „grippaler Infekt“, so die offizielle Formulierung aus Wolfsburg, hinderte den 67-Jährigen daran, am Sonntag zur Automesse nach Shanghai zu fliegen. Einige munkeln jedoch, er wolle damit unangenehmen Fragen zur internen Machtstruktur und der Rolle des VW-Patriarchen Ferdinand Piëch umgehen.

 

Was auch immer die wahren Gründe sein mögen: Die Show des größten Autobauers in China geht auch ohne ihn weiter – neben den anderen internationalen Herstellern wird man in dieser Woche Neuheiten aus dem eigenen Haus präsentieren und um die Gunst der gutverdienenden chinesischen Kundschaft buhlen. Und das wird sicher auch mit bekleideten Modellen funktionieren.

 

Zum Weiterlesen: „Meet China’s Hottest New Cars“

 

 

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