Börse in Schanghai erlebt Riesen-Absturz

von Jana Kötter, 9. Dezember 2014

 

Nach einem zweiwöchigen Höhenflug ist Chinas wichtigste Börse in Schanghai so stark in den Keller gesackt wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr. Der Shanghai Composite Index, der wichtigste Aktienindex des Landes, büßte heute 5,43 Prozent seines Wertes ein. Zeitweise verlor er sogar sechs Prozent und stürzte auf 2859 Punkte – unter die psychologisch wichtige Grenze von 3000 Punkten.

 

Die hohe Volatilität besorgt nun viele Anleger; Investoren fragen sich, ob die Rally am chinesischen Aktienmarkt wirklich nachhaltig ist. In den vergangenen Monaten schlug der chinesische Markt alle anderen Märkte weltweit, chinesische Aktien sind so teuer wie seit dem Jahr 2011 nicht mehr.

 

Experten sahen in dem Absturz deswegen eine überfällige Korrektur, nachdem die Börse in Shanghai zuvor über zwei Wochen um mehr als 20 Prozent zugelegt hatte. Andere vermuten, dass der Kurseinbruch mit den schärferen Regeln für das Kreditgeschäft zusammenhängt, die die Finanzaufsicht gestern Abend bekanntgegeben hatte.

 

Die Konsequenzen der Kurseinbruchs waren in Schanghai, aber auch andernorts spürbar: An den Börsen in Shanghai und Shenzhen wechselten heute Aktien im Wert von rund 200 Milliarden Euro den Besitzer, fünfmal soviel wie üblich. Auch auf die Börsen in Japan und Hongkong hatten die schlechten Nachrichten enorme Auswirkungen.  Der Hang Seng Index ging um 2,34 Prozent zurück.

 

 

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