Chinesische Touristen kurbeln Wirtschaft an

von Jana Kötter, 16. Juni 2014

 

Chinas Mittelschicht wächst – und damit nicht nur die Zahl der Reichen, der Autos und der großen Wohnungen, sondern auch die der Auslandsreisen. Nach Schätzung der EU-Kommission nimmt die Zahl der ins Ausland reisenden Chinesen um rund 13 Prozent pro Jahr zu. Die Tourismusbranche freut sich.

 

Seit Jahren klettert die Zahl der Touristen aus Asien in europäischen Ländern kontinuierlich in die Höhe. Deutschland gilt als beliebtes Reiseziel – aber auch das Vereinigte Königreich freut sich über den Aufschwung, den die Reisegruppen aus Fernost mit sich bringen.

 

Experten schätzen, dass sich die Zahl der chinesischen Gäste in Großbritannien im Zuge der jüngsten Visa-Vereinfachungen extrem erhöhen könnte – und damit auch die Summe, die die Touristen auf der Insel ausgeben. Bis 2020 könnte sich dieser Betrag auf mehr als 500 Millionen Pfund verdoppeln.

 

Marie Hickey vom Marktforschungsinstitut Savills sagte dazu in der South China Morning Post: „Die Chinesen sind heute jene Touristen, die weltweit am meisten auf ihren Reisen ausgibt. Mit den Bemühungen, die Reise in das Vereinigte Königreich einfacher und attraktiver zu ermöglichen, wird der Einzelhandel in den kommenden Jahren davon profitieren.“

 

Vor allem die Hauptstadt London soll diesen Aufschwung erleben: Um 141 Prozent sollen die Ausgaben der asiatischen Reisegruppen in den kommenden sechs Jahren laut Savills hier steigen. Der Einzelhandel stellt sich darauf bereits ein: 55 internationale Marken haben in den vergangenen drei Jahren ihren ersten UK-Sitz in London eröffnet; mit dem Andrang der chinesischen Gäste dürfte sich auch dieses Engagement weiter verstärken.

 

 

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