Duo hilft beim China-Geschäft

von Jana Kötter, 30. April 2015

 

Als Unternehmen in China Fuß zu fassen ist nicht einfach – vor allem, wenn kein Muttersprachler an Bord ist. Denn dann gesellen sich zur ersten Geschäftsverbindung ins Reich der Mitte nicht selten sprachliche und kulturelle Hürden.

 

Stefanie Meyer weiß, dass man sprachliche Barrieren in deutsch-chinesischen Geschäftsbeziehungen nicht einfach mit Google Übersetzungen aus dem Weg räumen kann. Sie hat einen Studienabschluss der Ostasienwissenschaften mit den Schwerpunkten China und Wirtschaftswissenschaften, hat schon längere Zeit in China gelebt und gearbeitet und ist regelmäßig geschäftlich vor Ort.

 

„Kulturelle Anpassungen sind bei Übersetzungen in den meisten Fällen notwendig“, erklärt sie. „Denn unsere Kulturkreise unterscheiden sich nicht nur in der Sprache, sondern auch in ihren Werten, Verhaltensmustern, Geschmäckern und Symbolen stark voneinander.“  

 

Gemeinsam mit ihrem Kollegen Paul Wesendonk gibt Meyer alias „Mei“ heute Tipps, wie genaue diese Unterschiede bedacht werden müssen. Zu den Ratschlägen, die „Paul & Mei“ ihren Kunden geben, gehören „Suchmaschinenoptimierung der chinesischen Homepage macht für Google keinen Sinn!“(denn Google wird in China nicht genutzt), „Das klingt für den chinesischen Leser nicht ansprechend“, aber auch: „Auf eine 4 im Unternehmenslogo sollten Sie verzichten, das bringt Unglück.“

 

„Paul & Mei bilden zwei Komponenten, die den deutschen und den chinesischen Sprach- und Kulturraum gegenüberstellen und miteinander verbinden“, erklärt Meyer.

 

Ihr Kollege Paul Wesendonk lebt immer wieder im Ausland, bisher unter anderem in Island, Gran Canaria und den USA. Er hat in Mannheim BWL studiert und sich dann im Bereich Übersetzung, Lokalisierung und Beratung englisch-deutscher Geschäftsbeziehungen selbstständig gemacht.

 

„Uns ist aufgefallen, dass Schnelligkeit und der Aufbau von Vertrauen im besonders wichtig sind“, sagt Meyer. „Korrespondenzen, chinesischsprachiges Werbematerial und Internetseiten sind in der Zusammenarbeit von deutsch- und chinesischsprachigem Personen häufig notwendig. Viele möchten sich nicht lange daran aufhalten oder sich lange in die Thematik einarbeiten, sondern die Sachen parat oder schnell erledigt haben, um das Kerngeschäft so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.“

 

Genau deswegen biete „Paul & Mei“ mehr als „nur“ Übersetzungen an.

„Unsere Leistungen in die Bereiche Übersetzungen, Texten, Marketingmaterial und Webpräsenz zu gliedern, war für uns selbstverständlich“, erklärt „Mei“. „Wir schauen uns deshalb nicht nur nach qualifizierten Übersetzern um, sondern unter anderem auch nach Grafikdesignern, Programmierern und Weboptimierern.“

 

Das Angebot gibt es offiziell seit Anfang des Jahres. Die Kooperation mit einem ähnlichen Angebot bestehe jedoch schon deutlich länger. Mit dem neuen Namen, der neuen Internetseite und der offiziellen Kooperation hoffen „Paul & Mei“ nun, ein noch größeres Zielpublikum erreichen und größere Aufträge stemmen zu können.

 

Die Nachfrage dafür sei im Entstehen: „Wir bekommen mit, dass sich mehr und mehr chinesische und auch deutsche Dienstleister in unterschiedlichen Bereichen auf dem jeweils anderen Markt positionieren.“

 

 

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