Freihandelszone Asien-Pazifik ist beschlossen

von Jana Kötter, 11. November 2014

 

Barack Obama, Wladimir Putin, Xi Jinping, Abe Shinzo: Der APEC-Gipfel hat in den vergangenen Tagen alle hochkarätigen Politiker der Pazifik-Anrainerstaaten an einen Tisch geholt. Heute endet das Wirtschaftsforum – mit großen Beschlüssen.

 

Am Pekinger Yanqi-See ging es in der vergangenen Woche nur um eines: die Wirtschaft. Im exklusiven Tagungszentrum, Luxus-Hotel und Golfplatz waren da natürlich inklusive, haben sich die hochkarätigen Politiker der Asia-Pacific Economic Cooperation (APEC) getroffen.

 

Ganz oben auf der Agenda des Gipfels stand dabei der gemeinsame Handel: Eines der großen Ziele des Wirtschaftsforums der 21 Pazifik-Anrainerstaaten war es, ein allgemeingültiges Handelsabkommen für die Asien-Pazifik-Region zu schaffen. Und dieses Ziel haben die Vertreter erreicht: Die APEC-Staaten haben sich in Peking auf einen «Fahrplan» für eine Freihandelszone geeinigt.

 

Zum Abschluss des Gipfeltreffens in China einigten sich die Staats- und Regierungschefs heute auf die Vorbereitung einer von China vorangetriebenen Freihandelszone Asien-Pazifik (FTAAP). «Diese Entscheidung wird in Geschichtsbüchern stehen», zitiert die Nachrichtenagentur dpa Staats- und Parteichef Xi Jinping.

 

China und USA gelang zudem eine Einigung beim Zollabbau für
Technologieprodukte. Beide Seiten einigten sich am Rande des Gipfels
laut der amerikanischen Regierung darauf, das internationale
Handelsabkommen für Informationstechnologie (ITA) auf weitere
Produkte auszudehnen.

Eine erste Annäherung nach Jahren der Funkstille gab es während des Gipfels auch zwischen China und Japan. Nach zwei Jahren Eiszeit wegen des erbitterten Streits über eine Inselgruppe empfing der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping am Montag erstmals den japanischen Regierungschef Shinzo Abe. «Das war ein gewaltiger Schritt zur Entspannung der Beziehungen zwischen beiden Ländern», sagte Abe.

Die Annäherung solle in den kommenden Monaten mit hochrangigen
Gesprächen vorgesetzt werden – ebenso wie Chinas Regionale Wirtschaftspartnerschaft (RCEP) mit 15 Staaten. Die geplante Freihandelszone  FTAAP soll auf den bisherigen Fortschritten in den laufenden Verhandlungen mit diesen Staaten aufbauen.

 

China hat 2025 als mögliches Datum für den Start von FTAAP angepeilt.

 

 

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