Schlechte Stimmung bei globalen Konzernen

von Jana Kötter, 2. September 2014

 

Es waren vor allem die internationalen Autobauer, die in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder in die Schlagzeilen geraten sind – als Opfer der harten chinesischen Wettbewerbshüter. Die Preiswächter Pekings machen seit langem Druck auf die großen Unternehmen im Reich der Mutter, und allen voran den deutschen Autobauern. Audi, VW, sie alle standen oder stehen im Kreuzvisier der Behörden.

 

Doch das wirkt sich nun auch auf die Stimmung der internationalen Konzerne vor Ort aus. So hat eine neue Studie der Amerikanischen Außenhandelskammer in China gezeigt, dass sich 60 Prozent aller befragten Unternehmen weniger willkommen fühlen als zuvor. 49 Prozent denken demnach sogar, dass die jüngsten Ermittlungen der Wettbewerbsbehörden gezielte Attacken auf die internationalen Firmen sind.

 

Das Wall Street Journal zitiert eine Mitteilung, in der sogar prognostiziert wird, dass China damit den Stand als beliebtes Investitionsziel verlieren könnte.

 

Seit Wochen erhöhen Chinas Preiswächter den Druck auf die Autobranche. Bei mehreren Firmen gab es Razzien. So wurde unter anderem Mercedes von den chinesischen Behörden der Preismanipulation für schuldig befunden. Audi hatte bereits zuvor Verstöße eingeräumt.

 

Japanische Autozulieferer mussten wegen verbotener Preisabsprachen die Rekordsumme von 1,24 Milliarden Yuan (151 Millionen Euro) bezahlen. Gegen vier BMW-Händler in der Provinz Hubei wurde zuvor eine Strafe in Höhe von 1,6 Millionen Yuan (195.000 Euro) verhängt. Mittlerweile sollen Untersuchungen gegen mehr als 1000 Autounternehmen, Händler und Zulieferer laufen.

 

 

 

 

 

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