Yahoo schließt Pekinger Niederlassung

von Jana Kötter, 21. März 2015

 

Yahoo zieht sich komplett aus dem chinesischen Markt zurück. Mit dem Schritt streicht das angeschlagene US-Unternehmen bis zu 350 Jobs.

 

Während andere Firmen ihr China-Engagement munter ausbauen, zieht sich der US-Internetkonzern Yahoo nun völlig aus dem Markt zurück. Zu groß war der Druck der Investoren, den Sparkurs weiter fortzusetzen.

 

"Rund 350 Jobs" sollen bei dem Rückzug aus China eingespart werden, sagte ein Sprecher laut BBC. Das Yahoo-Büro in Peking, die einzige Niederlassung des Unternehmens in China, war verantwortlich für Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Die Aufgaben der chinesischen Niederlassung sollen nun in anderen Büros zusammengeführt werden, teilte Yahoo mit.

 

Das Unternehmen arbeitet bereits seit Jahren daran, seine China-Geschäfte zunehmend an die größte chinesische Internet-Handelsplattform Alibaba abzugeben.

 

Auch, weil die Aktivitäten von Yahoo China von einer Reihe schwerer Probleme überschattet wurden. Im Jahr 2005 wurden Vorwürfe laut, der Konzern habe durch Weitergabe von Daten die Verhaftung eines Journalisten ermöglicht. Die Anschuldigungen wuchsen sich für das Unternehmen zum Image-Desaster aus. 2007 wurde Yahoo China wegen Raubkopien verurteilt: Die International Federation for the Phonographic Industry (IFPI) klagte erfolgreich gegen den Suchmaschinenbetreiber.

 

 

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